Kapitel 04 / 06

Was es kostet

Wer zahlt für die AfD-Pläne? Institute haben es durchgerechnet.

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Was glaubst du: Was kostet ein Dexit?

500 Mrd. €
IW Köln (iwd.de): Dexit — Teurer Ausstieg · IW-Gutachten 2025 (2,5 Mio. Jobs) · abgerufen 2026-09-10
Hintergrund

Die AfD fordert den Euro-Austritt im Bundestagswahlprogramm, den EU-Austritt im Grundsatzprogramm. Das IW Köln simulierte 2024 den Austritt nach Brexit-Vorbild: 5,6 % weniger BIP im 5. Jahr, summiert 690 Mrd. €, rund 2,5 Mio. Jobs weniger. Die Kosten eines künftigen Dexits hält das IW für mindestens ähnlich hoch. Die meisten tippen hier weit unter 500.

Die AfD kann ihr Programm nicht bezahlen

0 Mrd. €

IWH-Berechnung: Eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt bräuchte mindestens 2,2 Mrd. € pro Jahr zusätzlich — ein Viertel der Steuereinnahmen des Landes. Geld, das nirgendwo herkommt.

IWH Halle: Studie belegt Milliardenlücke im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt (05.08.2026) · abgerufen 2026-09-10
Hintergrund

IWH-Präsident Reint Gropp: „Selbst in Teilen ist das Wahlprogramm der AfD auch mittelfristig nicht finanzierbar.“ Die Rechnung ist konservativ: Nur 28 von 136 kostenwirksamen Maßnahmen ließen sich belegen — rund 1,6 Mrd. € pro Jahr, plus 877 Mio. € Neuverschuldung. Einsparungen: 243 Mio. €. Schulden und Steuererhöhungen schließt das Programm aus.

Wer zahlt drauf — und wer kassiert?

0 €

Eine Familie mit 40.000 € brutto zahlt 440 € extra — im Jahr. Das sind 36 € pro Monat. Eine Familie mit 180.000 € bekommt im selben Jahr 19.190 € zurück. Wer wenig hat, verliert.

ZEW Mannheim, „Wen die Parteien entlasten würden“ (2025) · abgerufen 2026-09-03

„Die Hauptleidtragenden der AfD-Politik wären ihre eigenen Wähler*innen.“

DIW Berlin, „Das AfD-Paradox“ (2023)

Warum das schlecht ist

Wer AfD wählt, ist überdurchschnittlich oft einkommensschwach. Genau die träfe die eigene Partei zuerst.

DIW Berlin, DIW aktuell 88 (21.08.2023) · abgerufen 2026-09-03
Hintergrund

Das DIW erklärt das Paradox: Die AfD redet ihren Unterstützern ein, sie würden gewinnen, wenn Leistungen und Grundrechte für andere gestrichen werden — eine kollektive Fehleinschätzung, so die Analyse. Und ihr nüchternes Fazit: Kaum eine Partei hat in 70 Jahren so hart nach unten getreten wie diese.